Die Dozentin:
Martina Batic wurde in Slowenien geboren. Nach ihrem Diplomabschluss im Jahre 2002 an der Musikakademie in Ljubljana, Fachbereich Schulmusik, setzte sie ihr Chordirigierstudium an der Hochschule für Musik und Theater in München fort. Dort schloss sie ihr Diplomstudium ab und im Jahre 2005 beendete sie mit Auszeichnung die Meisterklasse, Fachbereich Chordirigieren, bei Prof. Michael Gläser. Von 2004 bis 2009 war sie an der Slowenischen Staatsoper als Chordirektorin angestellt. Im September 2009 übernahm sie die Leitung des Slowenischen Kammerchores der Slowenischen Philharmonie. Zusätzlich arbeitet sie mit verschiedenen Chören in Slowenien und weltweit (Slowenischer Rundfunkchor, Kammerchor Ave, Schwedischer Rundfunkchor) zusammen. Neben der Mitwirkung bei verschiedenen Chorwettbewerben als Jurymitglied in Slowenien und im Ausland, leitet sie Chordirigierseminare....
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Martina Batic, Foto: M. Batic
Langanhaltender Beifall für ein Seminar der Superlative
Als sie die Teilnehmer am Samstagmorgen mit einem frischen "Dobro jutro“ begrüßte, konnte Martina Batic in eine Runde fröhlicher Gesichter blicken. Schon nach wenigen Minuten hatte sie am Abend zuvor die Herzen aller gewonnen, ihre Begeisterung springt unmittelbar über.
Aus ihrem Überblick über die slowenische Chortradition lernten wir, dass die slowenische und deutsche Musikgeschichte eng miteinander verbunden sind. Es folgte ein Schnellkurs für die slowenische Aussprache, die für uns Deutsche recht einfach zu erlernen ist, wenn es auch hier und da ungewohnt zischt und man sich gelegentlich ein „L“ für ein „U“ vormachen lassen muss.
Samstag und Sonntag waren dann dem Studium slowenischer Chorliteratur gewidmet. Nachdem es am Vorabend doch etwas spät geworden ist, wurden die Teilnehmer von der energischen Martina Batic „aufgeweckt“, in dem sie sich nach Münchhausen-Art an den eigenen Ohren in die Höhe ziehen mussten. Schon beim Einsingen wurden wir gepackt vom Wirbelwind Batic und auch während der folgenden Chorarbeit kam keine Sekunde Langeweile auf. Der Bogen wurde weit gespannt von Jakobus Gallus über eine ausgeprägte romantische Periode bis hin zu zeitgenössischen Werken, wobei auch großes Gewicht auf volkstümliche Kompositionen gelegt wurde. Leider konnten die Texte nur auszugsweise übersetzt werden. Martina Batic schaffte es trotzdem, den Teilnehmern mittels Mimik und Gestik die Aussagen jedes Musikstückes zu vermitteln, ein Phänomen, welches am besten mit dem Ausdruck „Ganzkörper-Chorleitung“ beschrieben wird. Langanhaltender Beifall war der Dank der Teilnehmer für ein Seminar der Superlative.
Bericht von Dr. Eckhard Meißner
Erstellt am 15.09.2010
Letzte Aktualisierung am 27.01.2011